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15
Nov

Sight_Seeing Tirol

Buchempfehlung

Abseits von Alpenromantik und deshalb wunderschön. Wir im Überland sind blitzverliebt in dieses erstaunlichen Fotoband.

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Essay

Jeder touristische Sehnsuchtsort
verdoppelt sich in sein
vorgefertigtes Wunschbild.

Es wird entweder mitgebracht – als manifeste ikonische Erwartung, die nur mehr tautologisch erfüllt sein will – , oder es geht unmittelbar in ihn ein, als Aussichtspunkt, als Postkarte, als „typische“ Architektur, als inszenierter Versuch, das Land der vorab gehabten Vorstellung einer Fremdsicht, auf die man sich ökonomisch bezieht, entsprechen zu lassen. Dieses Zirkels halber erstarren die Territorien des touristischen Geschäfts in ahistorischen Fiktionalisierungen. Sie begleiten als Schein von Besonderheit die Verwandlung von Landstrichen und Städten in austauschbare Plätze der Globalisierung, deren Infrastrukturen die immer gleichen des Geschäfts sind.

http://www.sightseeing-tirol.com

15
Nov
14
Nov

Alpen markieren Sehnsucht

Die Alpenländer rücken näher zusammen. Zukünftig soll der alpine Ganzjahrestourismus gemeinsam und nachhaltig gestärkt werden.

Bis 2025 erwarten die Tourismusmanager des Alpenraums deutlich wachsende Gästezahlen. Das größere Potenzial hat der Sommer. Mit bis zu 20 Prozent Zuwachs sei zu rechnen, während für die kalte Jahreszeit nur ein halb so großes Plus erwartet wird. Ausschlaggebend für den Optimismus der Touristiker ist die Qualität des Angebots.

Im September fand die alpenübergreifende Tourismusfachveranstaltung theALPS in Rhône-Alpes, statt. „Mythos Alpen – Strategien für die Zukunft“ lautete der Titel der Veranstaltung.

Experten und Vertreter der führenden alpinen Tourismusregionen trafen sich, bereits das dritte Mal, um ein klares Signal für einen zukunftsweisenden, wertschöpfungsintensiven und ganzjährigen Alpentourismus zu setzen. Durch bessere Vernetzung, gemeinsame Analysen und Zukunftsstrategien.

Ziel der Veranstaltung und der Plattform ist es, die alpine Innovationskraft zu bündeln und neue Impulse zu vermitteln. Herausragende Leistungen im Alpentourismus – zu einem jährlich wechselnden Leitthema – werden mit dem theALPS Award ausgezeichnet.

In seinem Vortrag „Quo vadis Mythos Alpen?“ führte Christoph Engl, ehemaliger Leiter von Südtirol Marketing, eingangs aus, wie der Mythos in den Alpen über viele Jahrhunderte durch Bilder, Geschichten und Musik aufgebaut wurde. Jetzt müsse man aber „anpacken“, weil sich der Alpentourismus nicht auf der wundervollen Landschaft und der bereits bestehenden touristischen Infrastruktur ausruhen könne. „Wir brauchen Geschichten!“, stellte der Markenexperte fest. Es gehe nicht darum „was der Gast will, sondern wovon er träumt.“ Die Sehnsucht im Gast müsse geweckt, ein alpines Lebensgefühl vermittelt werden.

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